Die Rose (WAB 228)
| EZ: | 1880er Jahre |
| Aut.: | verschollen |
Nur in einer Familienüberlieferung hält sich die Nachricht von der verschollenen Komposition mit dem Titel Die Rose aus der Zeit um 1885, wobei auch ungewiss ist, ob es ein Marsch oder ein Lied war.
In den 1880er Jahren besuchte Bruckner von Steyr aus öfters den beliebten Gasthof „Forsthof“ in Sierning (heute Neustraße 29), dessen damaliger Besitzer August Wimmer (1842–1893) hieß. Er fand Gefallen an der etwa 16-jährigen Tochter des Hauses, Maria Wimmer (1870–1956), und wollte sie sogar heiraten. Manchmal spielte er ihr auf der Kirchenorgel der Pfarrkirche Sierning Marienlieder sowie eigene Werke vor und widmete ihr das Stück Die Rose. Die Bekanntschaft mit Bruckner fand spätestens mit der Heirat des Mädchens im Februar 1889 ein Ende.
Auf Die Rose wurde in jüngster Zeit in dem Singspiel Die verschollene Rose (Text: Ewald Mayrbäurl; Musik: Stefan Faderl; Uraufführung am 19.9.2014 in Steyr) Bezug genommen.
Literatur
- Max Danner, Sierning. Geschichte einer aufstrebenden Gemeinde. Sierning 1985
- Franz Zamazal, Ein verschollenes Werk Bruckners: Die Rose, in: IBG‑MitteilungsblattMitteilungsblatt der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Studien & Berichte. Hg. v. der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1971ff. Nr. 35 (Dezember 1990), S. 11
- Erich Wolfgang Partsch, „Die verschollene Rose“ – auf der Bühne, in: IBG‑MitteilungsblattMitteilungsblatt der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Studien & Berichte. Hg. v. der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1971ff. Nr. 83 (Dezember 2014), S. 23f.
- Siegfried Faderl, Die verschollene Rose. Ein Singspiel über Anton Bruckner, in: ABIL-MitteilungenABIL-Mitteilungen. Hg. v. Anton Bruckner Institut Linz. Linz 2008ff. Nr. 15 (Juli 2015), S. 10ff.