Motette

Von lat. motetus, Gattungsbezeichnung für mehrstimmiges Vokalwerk geistlichen oder weltlichen Inhalts, im Barock auch oft orchesterbegleitet, während im 19. Jahrhundert (Felix Mendelssohn Bartholdy, Joseph Gabriel Rheinberger [1839–1901]) häufig auf die a cappella-Tradition der Renaissance zurückgriffen und vorwiegend geistliche Texte vertont wurden.

Für Bruckners kleinere Kirchenwerke (Kirchenmusik) wird heute, unabhängig von ihrem liturgischen Ort (Graduale, Offertorium, Hymnus), meist der Sammelbegriff „Motetten“ verwendet.

Literatur
  • Herbert Schneider, Die Motette. Beiträge zu ihrer Gattungsgeschichte (Neue Studien zur Musikwissenschaft 5). Mainz 1992.

ELISABETH MAIER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 1.9.2017

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