Ormandy, Eugene (eigentl. Jenő Blau)

* 18.11.1899 Budapest/H, † 12.3.1985 Philadelphia/USA. Dirigent.

Durch Jenö Hubay zum Geiger ausgebildet, betätigte sich Ormandy zunächst in seiner ungarischen Heimat als Orchestermusiker und Solist. 1921 übersiedelte er nach New York, wo er in diversen Konzert‑ und Theaterorchestern mitwirkte. Ab 1924 wandte er sich ganz dem Dirigieren zu und begann eine reiche Tätigkeit beim amerikanischen Rundfunk. Als Arturo Toscanini im Jahr 1931 ein Konzert in Philadelphia absagen musste, sprang Ormandy mit sensationellem Erfolg für ihn ein. Nach Übernahme des Minneapolis Symphony Orchestra begann sein Wirken als Dirigent des Philadelphia Orchestra, dem er 1938 bis 1979 alleine vorstand. In dieser langen Epoche vermochte er dem Ensemble einen Rang in der absoluten Weltspitze zu verleihen.

Ormandy war ein überaus dynamischer, von „musikantenhaftem“ Instinkt erfüllter Künstler, der in der europäischen Musik tief verwurzelt war. Zu Bruckners Musik besaß er eine starke Bindung. Zahlreiche bedeutende Wiedergaben von dessen Symphonien sind als Tondokumente erhalten geblieben.

Literatur

CLEMENS HÖSLINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 14.12.2018

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Ormandy, Eugene (eigentl. Jenő Blau): 12414652X

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft