Mrawinski (Mravinskij), Jewgeni (Evgenij) A.
* 4.6. [22.5. julianischer Kalender] 1903 St. Petersburg/RUS, † 20.1.1988 Leningrad (St. Petersburg)/RUS. Dirigent.
Nach Ausbildung am Petersburger Konservatorium – Komposition bei Wladimir Schtscherbatschow (1889–1952), Dirigieren bei Nikolai Malko (1883–1961) und Alexander Gauk (1893–1963) – rückte Mrawinski als Pianist und Kapellmeister schon in jungen Jahren zu außerordentlichem Rang auf. 1938 wurde er zum Musikdirektor der Leningrader Philharmoniker ernannt und begründete den weltweiten Ruhm dieses Orchesters, dem er bis zu seinem Lebensende als Leiter vorstand.
Obwohl er in seinen Konzerten und Plattenaufnahmen die russische Musik (von Pjotr Iljitsch Tschaikowski [1840–1893] und Dmitri Schostakowitsch [1906–1975]) favorisierte, waren auch viele Werke deutscher Komponisten in seinem Repertoire. Bruckner fand in ihm einen verständnisvollen Interpreten, der viel zum Bekanntwerden seiner Musik in Russland beitrug. Mit den Leningrader Philharmonikern spielte er Bruckners Siebente, Achte und Neunte Symphonie auf Tonträger ein.
Literatur
- José Bowen, Art. „Mravinsky, Yevgeny (Aleksandrovich)“, in: NGroveD²Stanley Sadie (Hg.), The New Grove Dictionary of Music and Musicians. 29 Bde. 2. Ausgabe. London 2001 17 (2001), S. 351f.
- Marina Lobanova, Art. „Mravinskij, Evgenij Aleksandrovič“, in: MGG²Ludwig Finscher (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. 29 Bde. (Sach- und Personenteil). 2. neubearb. Ausgabe. Kassel u. a. 1994–2008 12 (2004), Sp. 761
- ABCD
- www.abruckner.com/sitesearch/searchdiscographyd/default.htm?search=mrav [1.7.2020]