Brucknerchor Linz

1905 wurde in Linz der Christlich-deutsche Gesangsverein gegründet, der sich 1936 in Christlich-deutscher Gesangsverein-Brucknerchor umbenannte. 1938 wurde dieser Verein aufgelöst und erst 1945 unter dem Obmann Hans Hierzenberger (1878–1970) als Brucknerchor neu gegründet.

1945–1965 stand der Chor unter der künstlerischen Leitung von Ludwig Daxsperger, dem Linzer Domorganisten, der vor dem Zweiten Weltkrieg schon den Christlich-deutschen Gesangsverein geleitet hatte. Die Aufführungen auch schwierigster Werke (wie etwa Bruckners Te Deum und Messe in f‑Moll) waren unter seiner Leitung von beträchtlichem Niveau. Auch sein Nachfolger Johann Krebs (1933–2012), unter dessen Leitung der Chor 1965–1993 stand, brachte große Chor- und Orchesterwerke (Oratorien vom Barock bis zur Moderne) mit bedeutenden Orchestern (Bruckner Orchester Linz, Mozarteumorchester Salzburg) und Solisten zur Aufführung. In den Jahren 1993–1998 hatte Kurt Dlouhy (* 1949), der sich besonders musikalischen Raritäten widmete, und 1998–2015 Konrad Fleischanderl, der mit dem Chor neben Werken bedeutender Komponisten auch zeitgenössische Literatur einstudierte, die Chorleitung inne. Seit 2015 leitet Sigurd Hennemann (*1973) den Brucknerchor.

Literatur

ELISABETH MAIER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 22.9.2017

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft