Gmunden

Oberösterreichische Stadt am Nordufer des Traunsees. Schon sehr früh Zentrum des Salzhandels. Beliebte Sommerfrische, Herkunftsort der „Gmundner Keramik“. Um 1900: ca. 7.000, 2019: ca. 13.100 EW.

An einen kurzen, quellenmäßig nicht belegbaren Besuch Bruckners erinnert eine Gedenktafel am Haus Theatergasse 4, dem ehemaligen Salzlager und Gasthof „Zur (goldenen) Sonne“: „Seit 1596 diente dieses Haus der Gastlichkeit. Es wohnten hier viele bedeutende Persönlichkeiten wie Franz Schubert, Nikolaus Lenau, Anton Bruckner, Karl Goldmark, Johannes Brahms, Johann Habert, Friedrich Hebbel, J. V. v. Scheffel und Peter Rosegger. […]“ (vgl. www.antonbruckner.at [17.3.2020]). Heute (2020) beherbergt das Haus das Asiarestaurant „Sonnenhof“.

1954 wurde der Brucknerbund Gmunden gegründet, der seit 2007 mit der Ortsgruppe Bad Ischl zum Brucknerbund Salzkammergut – Gmunden vereinigt ist (Bruckner-Gesellschaften).

Eine am Haus Rinnholzplatz 1 angebrachte Gedenktafel erinnert an den Bruckner-Forscher Franz Grasberger, einen gebürtigen Gmundner.

Literatur
  • Helga Goggenberger, „Sonne“ in Gmunden muß zusperren. Auch Kaiser Joseph war hier Gast. In dem Renaissancehaus wird nun ein Schuhgeschäft eröffnet, in: Neues Österreich 22.1.1966, S. 10
  • Hermann Zappe, Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts und ihre Beziehungen zur Stadt Gmunden, in: Erwin Operschal (Hg.), Festbuch der Stadtgemeinde Gmunden anläßlich des Jubiläumsjahres 1978. Gmunden 1978, S. 199–212
  • ABCD
  • www.antonbruckner.at/Brucknerorte.php?Ort=77 [1.7.2020]
  • Josef Moser, Art. „Gmunden“, in: www.musiklexikon.ac.at [1.7.2020]

ERICH WOLFGANG PARTSCH

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 1.7.2020

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