Gedenkstätten

Als Gedenkstätten sind hier Orte angeführt, die zu Bruckners Leben und Wirken in Beziehung stehen und an denen in besonderer Weise des Komponisten gedacht wird. Im Ausland erinnern sie an einen Besuch (Marienbad), an ein bedeutendes Konzert (Leipzig), an Bruckners Orgelspiel beim Requiem für Franz Liszt und seine Verehrung für Richard Wagner (Bayreuth) oder allgemein an die ideelle Bedeutung des Komponisten (Walhalla bei Regensburg). Außer den Gedenkstätten in den Häusern, die heute als Bruckner-Museen eingerichtet sind ‒ z. B. in Ansfelden, St. Florian, Kronstorf ‒, sind auch an Gebäuden Gedenktafeln angebracht worden, in denen Bruckner eine Zeit lang wohnte, wirkte oder häufig zu Besuch war bzw. die Ferien (Urlaube) verbrachte. Zudem gibt es noch künstlerisch gestaltete Denkmäler, z. B. in Ansfelden, Linz, Graz, Steyr und Wien.

Literatur

Gedenkstätten, Gedenktafeln und Denkmäler in Österreich

Ansfelden

Bruckners Geburtshaus (altes Schulhaus) Augustinerstraße 3. Die Gedenktafel, gewidmet von der Liedertafel „Frohsinn“, wurde am 12.5.1895 enthüllt; darunter befindet sich seit der Gestaltung 1988 eine Tafel mit der Aufschrift „Bruckners Geburtshaus“ und einem Relief (Bruckner im Profil nach links von F. Renate Stolz, IKO 285a). Im Geburtshaus wurde am 17.10.1971 eine Bruckner-Gedenkstätte eröffnet (Konzept Leopold Nowak; 1988 Neugestaltung: Konzept und Ausführung Lothar Schultes [* 1955] und G. F. Schilcher im Auftrag des Amtes der oberösterreichischen Landesregierung; 2014 neuerliche Umgestaltung als Anton-Bruckner-Museum, Konzept Klaus Landa [* 1974]). Bruckner verbrachte in diesem Haus seine Kindheit bis zum Tod des Vaters am 7.6.1837 mit einer Unterbrechung in den Jahren 1835/36, als er bei seinem Firmpaten Johann Baptist Weiß in Hörsching weilte. In Ansfelden befindet sich auch das Grab des Vaters. 1996 wurde das Anton Bruckner Centrum (ABC) errichtet und der Anton Bruckner Symphoniewanderweg eröffnet.

Anlässlich Bruckners 100. Geburtstages enthüllte man im Ortskern von Ansfelden am 18.5.1924 ein von Franz Plany gestaltetes Denkmal – auf einem Natursteinsockel lautet die Aufschrift „Anton Bruckner / 1824 / 1924“, darauf ist ein Bruckner-Kopf aus Bronze platziert (IKO 146).

Im 1999 eingerichteten Anton Bruckner Centrum steht eine lebensgroße Figur des dirigierenden Bruckner (IKO 611) der Firma Simpre & Schönbauer creativ (Simader & Preslmayr & Schönbauer OEG).

2009 wurde die seinerzeit von Bruckner gespielte Breinbauer-Orgel der Pfarrkirche einer gründlichen Renovierung unterzogen und mit einem Festakt, einer festlichen Messe und einem Konzert eingeweiht.

Literatur

Bad Goisern

Eine Gedenktafel zur Erinnerung an Bruckner und Franz Xaver Perfahl, Schulgehilfe in Ansfelden und später Schulleiter und Organist in Bad Goisern, wurde am 10.7.1971 am Haus Nr. 34 (heute Kirchengasse 10) enthüllt. „In diesem Hause / wohnte und musizierte / in den Sommermonaten / 1863–1880 / Anton Bruckner / mit seinem Freunde / dem Organisten / Franz X. Perfahl Heimatverein Kurkommission 1971“.

Bad Ischl

Am 8.5.1960 wurde eine Gedenktafel aus Marmor mit Bronzerelief von Franz Seraph Forster (IKO 395) an der Stadtpfarrkirche enthüllt, welche auf Ersuchen des damaligen Stadtpfarrers von Bad Ischl, Franz Mayr, angefertigt worden war. „Dem grossen / Meister der Tonkunst / Anton Bruckner / 1824–1896 / der als Hoforganist bei / festlichen Anlässen des Kaiserhauses in dieser / Kirche die Orgel spielte / Brucknerbund – Stadtpfarramt / Bad Ischl 1960“. Das Gips-Modell des Reliefs befindet sich im Haus der Familie Forster in St. Florian.

Im „Brucknerzimmer“ (Gastzimmer) des Gasthauses Attwenger, Lehárkai 12, befindet sich neben den Gemälden mit Johann Nepomuk Attwenger und seiner Frau ein Bruckner-Relief (nach dem Gips-Modell IKO 392 von F. S. Forster).

Bad Kreuzen

Am 30.6.1974 wurde der Anton Bruckner Weg eröffnet, der an der Anton Bruckner-Quelle vorbeiführt. Bei der Quelle befindet sich eine Gedenktafel mit einem Bruckner-Relief (IKO 440a) und der Aufschrift „Dir war die Heimat Gottes voll / voll Gott dir die Musik / Hermann Heinz Ortner“. Bruckner verbrachte in Bad Kreuzen zwei Kuraufenthalte in den Jahren 1867 und 1868.

Enns

Am Haus Leopold von Zenettis, Kirchenplatz 5, befindet sich eine Gedenktafel mit dem Text: „In diesem Hause / erhielt der damalige / Schulgehilfe in / Kronstorf / Anton / Bruckner / von 1843 bis 1845 / Unterricht im / Generalbass bei / Regenschori / Leopold Edler v. Zenetti / Rotary Club Enns“. Bruckner besuchte Zenetti zu den Unterrichtsstunden aber auch zu Musikabenden und Kirchenmusikaufführungen. Auch die Orgel von Franz Xaver Chrismann in der Stadtpfarrkirche hat Bruckner gespielt.

Gmunden

In Gmunden finden sich zwei Gedenktafeln. Die Tafel im Hof des heutigen Restaurants „Sonnenhof“, Theatergasse 4, erwähnt mehrere Gäste der Wirtschaft: „Seit 1596 / diente dieses Haus / der Gastlichkeit. / Es wohnten hier viele be- / deutende Persönlichkei- / ten wie Franz Schubert, / Nikolaus Lenau, Anton / Bruckner, Karl Goldmark / Johannes Brahms, Jo- / hann Habert, Friedrich / Hebbel, J. V. v. Scheffel / und Peter Rosegger. / Selbst der römisch- / deutsche Kaiser Josef II. / wohnte hier anno 1779 […]“.

Am Haus Rinnholzplatz 1 erinnert seit 2001 eine Gedenktafel an Franz Grasberger. „In diesem Hause verbrachte der gebürtige Gmundner, der Musikwissenschafter und Bruckner-Forscher Franz Grasberger (1915–1981) seine Kindheit und Jugend.“

Graz

Eine Bruckner-Büste (IKO 485) von Wolfgang Skala (1904–1990) steht im Park des Palais Meran (heute Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, Leonhardgasse 15). Sie wurde 1986 von der Stadt Graz gemeinsam mit der Österreichischen Richard Wagner-Gesellschaft errichtet. Der Steinsockel trägt die Aufschrift „Anton / Bruckner / 1824–1896“.

Hörsching

Am ehemaligen Schulhaus am Bruckner-Platz 1 wurde am 11.10.1931 eine Gedenktafel enthüllt. „In diesem ehemaligen / Schulhause genoß / Anton Bruckner / in den Jahren 1835–37 bei / seinem Vetter u. Firmpaten / Johann Baptist Weiß / den ersten Unterricht in / Generalbaß u. Orgelspiel. / Gewidmet von der Gemeinde / Hörsching 1931“.

Klosterneuburg

Die Klosteranlage und die Augustiner-Chorherren erinnerten Bruckner an St. Florian, weshalb er das Stift in seinen Wiener Jahren regelmäßig besuchte. In der Stiftskirche wurde am ersten linken Pfeiler ein Relief (IKO 228) von Anton Rudolf Weinberger (1879–1939) mit dem Text „Anton Bruckner / 1824–1896“ angebracht und am 13.5.1926 enthüllt.

Am Haus der Familie Schatz, Rathausplatz 11, wurde am 21.6.1925 eine Marmortafel mit Bronzerelief (IKO 221) von August Bodenstein (1897–1976) enthüllt. „In diesem Hause / verbrachte / Anton Bruckner / frohe Stunden / Klosterneuburger Urania 1925“.

Literatur
  • Wolfgang Bäck/Christine Zippel, Anton Bruckner und Klosterneuburg (Klosterneuburger Geschichte und Kultur. Sonderband 1). Klosterneuburg 2006

Kronstorf

Bruckner war 1843‒1845 Schulgehilfe in Kronstorf und wohnte auf beschränktem Raum (4 m²) im 1. Stock des alten Schulhauses, Bruckner-Platz 9. Eine Gedenktafel wurde schon am 15.6.1913 enthüllt. „Professor / Dr. Anton Bruckner‘s / Wohnzimmer / als Schulgehilfe 1843–1845 / Gewidmet von den Bruckner Freunden / in Kronstorf i. J. 1913“. Das 1974 renovierte „Bruckner-Zimmer“ wurde am 9.9.1989 als Museum eröffnet (Konzept Erich Nowotny; grafische Gestaltung Gerhard Umhaller).

Die Orgel der Pfarrkirche stammt vom Orgelbauer Matthäus Mauracher (1879) und Bruckner spielte sie bei seinen späteren Besuchen in Kronstorf.

Literatur
  • Enthüllungsfeier einer Bruckner-Gedenktafel in Kronstorf, in: [Linzer] Tages-Post 11.6.1913, S. 4

Leonding

Am Haus Forsthausstraße 72 erinnert seit 1984 eine Gedenktafel an Bruckner und seinen Lehrer Otto Kitzler. „Anton Bruckner / 1824–1896 / feierte am 10. Juli 1863 in die- / sem Hause mit Otto Kitzler / den Abschluss seiner Studien. / Damit begann die Zeit seines / freien künstlerischen Schaffens. / Gewidmet im 80. Todesjahr / des Meisters / von den Chören Leondings / Jäger im Kürnberg, 14. Nov. 1976“. Das 1874 erbaute Försterhaus „Jäger am Kürnberg“, an dem die Tafel ursprünglich angebracht war, musste 1984 wegen Baufälligkeit abgerissen werden.

Linz

Pläne für ein „echtes“ Bruckner-Denkmal in Linz gab es seit 1897 (Denkmalprojekte), realisiert wurde ein solches bislang jedoch nicht.

Wirkungsstätten

Im Alten Dom wirkte Bruckner seit Ende 1855 bis zur Übersiedlung nach Wien 1868 als Dom- und Stadtpfarrorganist. An der Außenmauer des Domes wurde beim Portal eine Gedenktafel mit einem Relief von F. Plany (IKO 140) „Anton Bruckner / 1824–1896 / Domorganist / 1856–1868 / und Chormeister der / Liedertafel Frohsinn“ angebracht und am 21.5.1922 enthüllt. Innen konnte die sogenannte Brucknerstiege (Konzept Renate Grasberger und Elisabeth Maier; Gestaltung Gerhard Katzlberger und Manuel Schilcher vom OÖ. Landesmuseum) am 8.6.2011 feierlich eröffnet werden.

Im Neuen Dom gibt es seit 1924 ein – bereits Anfang 1918 fertiges – Votivfenster (IKO 154) der Tiroler Glasmalerei- und Mosaik-Anstalt in Innsbruck. Bruckner ist darauf dargestellt mit einer Notenrolle in der linken Hand, links von ihm Ludwig van Beethoven, im Hintergrund Orgelpfeifen; das Fenster soll auf die Bedeutung des großen oberösterreichischen Künstlers hinweisen und seinen besonderen Bezug zu Linz betonen. Im rechten Seitenschiff befindet sich zudem eine am 28.4.1996 enthüllte Gedenktafel, die an die Uraufführung der Messe in e‑Moll am 29.9.1869 erinnert.

An der Stadtpfarrkirche erinnert eine Gedenktafel mit einem Relief (Brucknerkopf im Profil nach rechts, IKO 267), von Adolf Wagner von der Mühl (1884–1962) und dem Text „Anton Bruckner / Stadtpfarrorganist / 1856–1868“ an Bruckners Organistentätigkeit. Sie wurde im Oktober 1936 enthüllt. Das Gehäuse der Orgel ziert im unteren Teil des Mittelfelds seit 1953 ein Bruckner-Relief (Brucknerkopf im Profil nach links, IKO deest) von Franz Xaver Wirth (1907–1992) mit dem Text „GOTT / WOLLE SEINEN / SEGEN GEBEN“.

Wohnungen und Ausbildungsstätten

1840/41 wohnte Bruckner in der Pfarrgasse 11, eine 1934 enthüllte Gedenktafel erinnerte daran. Das Haus wurde inzwischen abgerissen. In der Pfarrgasse 7 befand sich 1855 Bruckners Wohnhaus. Eine 1998 entfernte Gedenktafel konnte 2003 wieder angebracht werden.

In der Hofgasse 23 ziert eine Gedenktafel die Präparandie mit dem Text „[…] Die hier abgehaltenen Präparandenkurse sind die Vorläufer der Lehrerbildungsanstalten. Wohl der bedeutendste Zögling dieser Schule war Anton Bruckner, der sie 1841 als Schulgehilfe verließ.“

Weitere Gedenkstätten

1956 wurde am Alten Rathaus ein Steinrelief (Bruckner im Profil nach links, Orgelpfeifen) von Peter Dimmel (* 1928) und Rudolf Paulczynski (1930–1991) angebracht. Im Zuge der Restaurierungsarbeiten am Gebäude wurde der Steinschnitt in den 1990er Jahren in den Eingangsbereich verlegt.

Eine Granitplastik (IKO 430) von Hannes Haslecker (1921–2012) befindet sich in der Linzer Kärntnerstraße, vis-à-vis vom Bahnhof. „Brucknerstein angekauft vom Land Oberösterreich im Jahre 1974 zur Förderung des Internationalen Bildhauersymposions Linz-Mauthausen“.

Franz Strahammer fertigte einen Bruckner-Kopf aus Bronze (IKO 420), der vom Brucknerbund für Oberösterreich aus Anlass des 150. Geburtstages in Auftrag gegeben wurde. Die Aufschrift auf dem Steinsockel lautet: „Anton / Bruckner / 1824–1896 / gewidmet von der / Allgemeinen Sparkasse Linz / 1974“. Ursprünglich gedacht für St. Florian, danach für den Innenbereich des Brucknerhauses, steht die Skulptur seit 2000 vor dem Eingang des 1974 eröffneten Brucknerhauses Linz.

1982 errichtete der Kiwanis Club Linz am Dach des Hauses Hauptplatz 18 ein Glockenspiel, das dreimal täglich zu hören ist. Unter den zu hörenden Melodien befindet sich auch eine Melodie nach Motiven von Bruckner.

Literatur

Luftenberg

Eine Gedenktafel mit einem Steinschnitt von Bruckners Kopf im Profil nach links findet sich am Haus Luftenbergerstraße 7, sie wurde am 3.12.1987 enthüllt. „Anton Bruckner / 1824–1896 / zur Erinnerung an Bruckners Kegelabende / in der Taverne zu Luftenberg. / Gewidmet von der Trachtenkapelle Luftenberg / zum 10 jährigen Bestandsjubiläum / Dezember 1987“.

Literatur

Mariazell

Im Haus Ritter (Wiener Straße 16, im Stiegenhaus, 1. Stock) wurde als Geschenk der Mariazeller Liedertafel für deren Obmann Joseph Ritter (Großneffe des Bruckner-Schülers Lorenz Ritter [1864–1941]) zum 60. Geburtstag eine Gedenktafel angebracht. „In diesem Hause weilte einst Anton Bruckner als Gast.“

Melk

Bruckner besuchte 1875/76 die Familie Marböck, die er aus St. Florian kannte. Damals erteilte er den Kindern des Bezirksrichters Josef Marböck Klavierunterricht. Eine Gedenktafel am Haus Hauptstraße 12 enthält den Text: „In diesem Hause weilte / Anton Bruckner / des öfteren als Gast / 1875–1876“.

Neufelden

Der Brucknerbund und die Marktgemeinde Neufelden widmeten 1958 eine Gedenktafel mit einem von F. S. Forster gestalteten Bruckner-Relief (IKO 392), die am 14.9.1958 anlässlich der Gründung des Brucknerbundes Neufelden am Haus der Familie Weilnböck-Lang enthüllt wurde. „In freundschaftlicher Verbundenheit / mit den Familien Weilnböck und Lang / besuchte / Anton Bruckner / am 16. Sept. 1890 dieses Haus und gab / ein Orgelkonzert in der Kirche. / Brucknerbund u. Marktgemeinde / Neufelden / 1958“.

Neuzeug

In Neuzeug bei Sierning befindet sich das Geburtshaus von Bruckners Mutter (Bruckner, Familie). Am Haus Theresia-Helm-Straße 28 stiftete die Marktgemeinde eine Gedenktafel. „In diesem Haus wurde am 6. April 1801 die Mutter Anton Bruckners Theresia Helm geboren. – Marktgemeinde Sierning“.

Oed bei Amstetten

Am 12.6.1999 wurde zur Erinnerung an Bruckners Großvater eine Gedenktafel am Haus Nr. 8, Gasthaus Redl, enthüllt. „Geburtshaus des Josef Bruckner geb. 23.11.1749, Großvater des Komponisten Anton Bruckner“.

Perg

Dem Perger Bürgermeister, Lederhändler und Organisten Josef Diernhofer widmete Bruckner das Präludium für Harmonium in C‑Dur („Perger Präludium“). Am 6.10.1996 wurde in der Herrenstraße 24 eine Gedenktafel mit (falschem) Musik-Incipit und folgendem Text enthüllt: „Perger Präludium – Am 20. August 1884 hat Anton Bruckner seinem Freund und damaligen Besitzer dieses Hauses J. Diernhofer dieses Musikstück gewidmet“.

St. Florian

In der Stiftskirche befindet sich ein am 29.4.1922 enthüllter Gedenkstein im Eingangsbereich unter der Orgel (über der Gruft) mit der Aufschrift „† / Anton / Bruckner / 1824–1896.“.

Im Stift gab es bald nach Bruckners Tod, zumindest schon seit 1904 (lt. Ansichtskarte), den vor den Kaiserzimmern des Stiftes gelegenen Gedenkraum mit Erinnerungsstücken. Es handelt sich hauptsächlich um Möbel und Bilder aus Bruckners Nachlass bzw. auch aus dem Nachlass seiner Familie. Heute sind es zwei Gedenkräume, die voraussichtlich bis 2024 neu gestaltet werden sollen.

Im Prälatengang Nr. 5 (heute Nr. 4) hatte Bruckner ein Ferienzimmer.

Am alten Schulhaus, Marktplatz 2, wurde am 29.6.1900 eine Gedenktafel mit der Aufschrift „Professor Doctor Anton Bruckner‘s Wohnzimmer als Schulgehilfe 1845–1855. Gewidmet von der Liedertafel St. Florian im Jahre 1900“ enthüllt. Hier wohnte Bruckner sowohl als Sängerknabe (1837–1840) als auch als Schulgehilfe (1845–1855) zusammen mit der Familie des Lehrers Bogner.

Herbert Kuhn aus Jenbach in Tirol bot in einem Schreiben vom 25.8.1949 dem Stift St. Florian eine bisher unbekannte, „etwas überlebensgroß[e] und mit einer Bronzeschicht“ überzogene Bruckner-Büste von Anton Hanak (1875–1934) zum Ankauf an (Bruckner-Bestände des Stiftes St. Florian II, S. 202). Eine schriftliche Antwort des Chorherrnstifts ist nicht auffindbar, auch der Verbleib der Büste ist bislang unbekannt.

Literatur

Schwanenstadt

Eine Gedenktafel in der Stadtpfarrkirche erinnert an Bruckners Orgelspiel am 7.9.1884.

Steyr

Auf dem Kirchenplatz steht ein Bruckner-Denkmal mit einer Büste von Viktor Tilgner und dem Sockel von Fritz Zerritsch (IKO 104). Das Denkmal wurde am 29.5.1898 anlässlich des 9. Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundesfestes (Sängerfeste) enthüllt. Nachdem das Denkmal 1918 durch den Diebstahl des Sockelschmucks beschädigt wurde, fand nach Wiederherstellung eine neuerliche Enthüllung am 13.10.1935 statt.

Am Pfarrhof erinnert eine Gedenktafel: „Hier schuf Anton Bruckner in den Ferienmonaten der Jahre 1886–1894 seine letzten großen Werke. A.D. 1908. Seinem Ehrenmitgliede: Der M.G.V. ‚Kränzchen‘“. Nahe dem Pfarrhof links befindet sich die „Bruckner-Stiege“. Über diese ging Bruckner, wenn er seinen Freund Franz Xaver Bayer besuchte. Die Stadtpfarrkirche besuchte Bruckner gerne wegen der kostbaren Chrismann‑Orgel, auf der er gerne spielte, und ebenso die Konzerte unter der Leitung seines Freundes F. X. Bayer.

Am 12.3.1961 wurde im Hause Leopold-Werndl-Straße 3 eine Gedenktafel mit einer Bruckner-Totenmaske enthüllt. „Hier weilte wiederholt / in den Jahren 1885–1894 / Dr. Anton Bruckner / bei seinem Freund und Gönner / Carl Almeroth / gewidmet März 1961 techn. Rat Josef Wack.“

1996 gestaltete Erich Wolfgang Partsch im Pfarrhof eine Ausstellung „Wo ich alljährlich so gerne weile. Anton Bruckner in Steyr“.

Literatur
  • IX. Oberösterreichisch-salzburgisches Sängerbundesfest in Steyr, in: [Linzer] Tages-Post 1.6.1898, S. 3f.
  • Das Bruckner-Denkmal in Steyr, in: Illustrirte Zeitung [Leipzig] 23.6.1898, S. 799
  • Franz Babsch, Festrede. Zum Bruckner-Denkmal, in: Der Alpenbote 44 (1898) Nr. 44, S. 3ff.
  • Carl Almeroth, Das Bruckner-Denkmal in Steyr, in: Der Alpenbote 44 (1898) Nr. 45, S. 3
  • Das Bruckner-Denkmal in Steyr, in: Neue musikalische Presse 7 (1898) Nr. 24, S. 1f.
  • Wiener Bilder 3 (1898) Nr. 28, S. 5f.
  • Enthüllung des Bruckner-Denkmals, in: Deutsche Kunst-und Musik-Zeitung 25 (1898) Nr. 13, S. 151f.
  • Jula Bayer, Anton Bruckner in Steyr. Steyr 1956, S. 64
  • Erich Wolfgang Partsch, „wo ich alljährlich so gerne weile“. Eine Ausstellung im Stadtpfarrhof […] 1996. Katalog. Steyr 1996
  • Bruckner und SteyrErich Wolfgang Partsch, Anton Bruckner und Steyr. Mit einem kirchengeschichtlichen Beitrag von Roland Bachleitner (Anton Bruckner. Dokumente und Studien 13). Wien 2003

Vöcklabruck

Im Heimathaus, Hinterstadt 19, befindet sich ein Gedenkraum für Bruckner und Max Auer.

Eine am 24.5.1900 enthüllte Gedenktafel am Stadtplatz 38 führt den Text: „Ihrem Ehrenmitgliede / dem großen Meister der Töne Dr. Anton Bruckner / der in diesem Haus komponierte; Die Liedertafel Vöcklabruck. / 1900“.

Steinschnitte mit Bruckners Porträt finden sich am Haus Stadtplatz 24 nebst anderen berühmten Persönlichkeiten der Stadt sowie mit Bruckners Profil nach links an einem Fußweg von der Wallfahrtskirche Maria Schöndorf zur Linzerstraße.

Auf dem Schöndorfer Friedhof findet sich ein Grab von Bruckners Verwandten Rosalia und Johann Nepomuk, Johann und Gustav Hueber. Die Blumenhandlung Hueber, Graben 15, wird noch heute von den Nachkommen der Schwester Anton Bruckners, Rosalie, geführt. Anton Bruckner war hier oft zu Gast. Die Familie bewahrt Möbel, Manuskripte, Fotos, Briefe und Erinnerungsstücke.

Seit 1993 gibt es eine Anton-Bruckner-Gedächtnisorgel in der Stadtpfarrkirche.

Literatur
  • Elisabeth Maier, „Es wird schon einmahl eine Zeit kommen, wo es einen Wert haben wird …“ Bruckneriana in Vöcklabruck, in: Studien zur Musikwissenschaft 42. Tutzing 1993, S. 283–322
  • Franz Leitner, Anton Bruckner in Vöcklabruck. Ein Geschichtsbeitrag zum 100. Todesjahr (1896–1996) (Vöcklabruck einst und jetzt Nr. 18). Vöcklabruck 1996

Waidhofen an der Ybbs

Während seiner Ausbildung bei Zenetti lernte Bruckner seinen späteren Freund Friedrich Schiffner kennen. Zur Erinnerung wurde am Haus Hoher Markt 17 eine Gedenktafel mit Bruckner-Bild angebracht. „In diesem Hause weilte / in den Jahren 1876–1880 / Anton Bruckner, / der große Musikant Gottes, / als Gast bei dem Regenschori / der Stadtpfarrkirche und / Chormeister des Männer- / gesangvereines / Friedrich Schiffner, den er / seinen besten Freund / nannte.“

Wallsee-Sindelburg

Zwischen Oed bei Amstetten und der Gemeinde Wallsee-Sindelburg liegt das Gelände „an der Pruck“, wo sich Bruckners Ahnen um 1400 niederließen. An dem Vierkanter – Bruckhof, auch Pruckhof oder Pruckhenhof – fand sich eine Gedenktafel: „Haus der Urahnen Anton Bruckner‘s 1460–1625. Gewidmet von der Gemeinde Sindelburg 1962“. Diese wurde 1999 durch eine neue Tafel mit korrigierten Jahreszahlen ersetzt: „Haus der Urahnen Anton Bruckner‘s 1400–1625. Gewidmet von der Gemeinde Wallsee Sindelburg 1999“.

Am Pyhragut, das sich nur wenige Kilometer östlich des Bruckhofes befindet und heute im Besitz der Familie Hagler ist, wurde ebenfalls eine Gedenktafel angebracht. „Geburtshaus des Urgroßvaters Anton Bruckner‘s (Ahnen 1625–1732) gewidmet von der Gemeinde Sindelburg 1962“. Über der Eingangstüre befindet sich die Inschrift „1732 Johann und Anna Hagler 1951“.

Wels

An der Westmauer des Pollheimer Schlosses, in dem heute die Musikschule untergebracht ist, wurde am 9.10.1974 eine Gedenktafel mit einem Bruckner-Relief von Helga Födisch (IKO 431) angebracht. Diese Tafel ersetzte ein am 3.5.1925 enthülltes Keramikrelief von Franz Fuchs (IKO 195) mit Bruckners falschem Geburtsjahr (1823).

Wien

Wirkungsstätten

Im Arkadenhof der Universität Wien befindet sich eine Gedenktafel mit Relief von Joseph Tautenhayn d. J. (Profil nach links, IKO 126) mit dem Text: „Anton / Bruckner / Ehrendoktor der Wiener Universität / MDCCCXXIV–MDCCCXCVI / Non confundar / in aeternum / Akademischer. Gesangverein. Wien.“ Enthüllt wurde diese Tafel am 11.2.1912.

An der Piaristenkirche wurde am 11.6.1961 eine Gedenktafel enthüllt: „Anton Bruckner / unterzog sich am 21. November 1861 / an der Orgel dieser Kirche / der praktischen Kompositionsprüfung. / Johann Herbeck, der spätere Hofkapellmeister, / fasste das Ergebnis in die denkwürdigen Worte: ‚Er hätte uns prüfen sollen.‘ / 1961 / Bezirksvorstehung Josefstadt – Josefstädter Heimatmuseum.“

Wohnungen

Max Soeser widmete anlässlich des 25. Todestages Bruckners eine Gedenktafel mit Relief von Edi Naumann (Profil nach links, im Rund, IKO 139). Sie wurde am 9.10.1921 im Kustodenstöckl des Oberen Belvedere, Prinz Eugen-Straße 27, enthüllt: „In diesem Hause starb / Anton Bruckner / am 11. Oktober 1896“.

In der Heßgasse 7/Schottenring 4 wurde ein Relief von Robert Ullmann (IKO 148) angebracht und am 4.9.1924 enthüllt: „In diesem Hause vollendete / Anton Bruckner / in der Zeit von 1877 bis 1895 / die bedeutendsten seiner Werke. / Der Wiener Schubertbund / seinem Ehrenmitgliede 4. IX. 1924“.

Das Heimatmuseum Alsergrund widmete am Haus Währingerstraße 41 eine Gedenktafel der Steinmetzfirma Eduard Hauser, die Enthüllung fand am 18.6.1961 statt.

Weitere Gedenkstätten

Im Stadtpark wurde am 25.10.1899 ein Bruckner-Denkmal (IKO 106) bestehend aus einer Büste von V. Tilgner (vgl. IKO 55) und einem Sockel von F. Zerritsch mit einer Muse, die Bruckner den Lorbeer reicht und emporrankende Dornen abwehrt, enthüllt. Zerritsch schuf die Frauengestalt zur Erinnerung an die verstorbene Frau seines Freundes Carl Almeroth und Mutter von Bruckners Patenkind. Nach häufiger Beschädigung wurde das Denkmal entfernt und restauriert; eine Neuaufstellung desselben ist im Bereich der Alten Universität nach Sanierung des Stadtkernviertels geplant. Im Stadtpark wurde 1988 an einer anderen Stelle die Tilgner-Büste mit einem von Stefan Kameyeczky gestalteten Sockel wieder aufgestellt.

Eine Gedenktafel am Eingang der Wiener Karlskirche erinnert an die Einsegnung Bruckners am 14.10.1896, sie wurde am 18.10.1993 enthüllt: „Zum Gedenken an Anton Bruckner / In dieser Kirche wurde sein Leichnam / am 14. Oktober 1896 unter Teilnahme / der Wiener Musikwelt feierlich eingesegnet / Te Deum laudamus / Die Gesellschaft der Freunde Wiens“.

Der Anton-Bruckner-Gedenkstern der 2002 eröffneten, seit 2009 sukzessive wieder entfernten Musikmeile befand sich am Musikvereinsplatz 1, links vom Eingang des Musikvereinsgebäudes. In der Einfahrt dieses Gebäudes wurde 2015 u. a. ein Abguss einer Bruckner-Büste des Wiener Männergesang-Vereines aufgestellt (Gesellschaft der Musikfreunde in Wien).

Literatur

Windhaag

Am alten Schulhaus (Markt 7, Am Schulberg 7) wurde eine Gedenktafel mit Relief (IKO 372) angebracht, auf der zu lesen ist: „Anton Bruckner / wirkte in diesem Schulhaus / 1841 und 1842 als Schulgehilfe / Die Brucknerbund-Ortsgruppe / Windhaag / Bundesgewerbeschule Linz Abteilung Kunstgewerbe“. Diese Gedenktafel wurde am 24.6.1951 in Anwesenheit M. Auers enthüllt. Eine zweite Gedenktafel befindet sich an der Seitenfront des Hauses: „Dem Meister der Tonkunst / Dr. Anton Bruckner, / 1824–1896 / k. k. Hof-Organist, / Lehrer in Windhaag 1841–1843. / Der Männer-Gesang-Verein Freistadt 1897. / Erneuert 1968“.

Die Marktgemeinde Windhaag widmete unter Bürgermeister Stefan Rudelstorfer für das neue Schulhaus eine aus Eichenholz geschnitzte Büste von F. S. Forster (IKO 370a). Die feierliche Enthüllung mit Festansprache von L. Nowak fand am 8.10.1967 statt.

Eine am Haus Nr. 24 angebrachte Gedenktafel informiert: „Hier wohnte / Anton Bruckner / 1841–1843“.

Beim Mühlviertler Waldhaus (Windhaag 5) befindet sich ein Anton Bruckner-Brunnen.

Literatur
  • Chorgemeinschaft Männergesangverein 1849 Freistadt: Enthüllung der restaurierten Gedenktafel Anton Bruckners, in: Sänger-Zeitung des Oberösterreichisch-Salzburgischen Sängerbundes 1864 8 (1968) Nr. 4/5, S. 4f.

Gedenkstätten, Gedenktafeln und Denkmäler im Ausland

Bayreuth

An der Außenwand der Schlosskirche wurde am 23.7.1994 eine Gedenktafel mit Relief von Rudolf Koller enthüllt. „Der große Symphoniker und Wiener Hoforganist / Anton Bruckner / 1824–1896 / spielte hier in der Schlosskirche / auf Einladung von Cosima Wagner / zum Requiem von Franz Liszt / am 4. August 1886 / die Orgel. / Als Verehrer Richard Wagners / besuchte er bis 1892 regelmäßig / die Bayreuther Festspiele.“

Leipzig

Eine Bruckner-Büste aus weißem Marmor (IKO 250) fertigte Fritz Zalisz im Auftrag von Theodor Armbruster, den die erste Bruckner-Büste von F. S. Forster begeisterte, an. Zalisz‘ Skulptur wurde am 22.10.1931 im alten Gewandhaus in Leipzig aufgestellt. Nach dessen Zerstörung durch einen Brand infolge eines Bombenangriffes am 20.2.1944, bei dem die Marmor-Büste erhalten blieb, fand sie im Leipziger Konservatorium (heute Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig) ihren Platz; seit 1982 steht sie im Foyer des Neuen Gewandhauses.

Literatur

London

Am Haus Finsbury Square 39‒45 wurde ca. 1966 eine Gedenktafel mit einem Relief von Harold Lister, nach einer Holzgravur von David Pye, zur Erinnerung an Bruckners Aufenthalt 1871 enthüllt. Die Tafel mit dem Text „On 29 July 1871 / the Austrian Composer / Anton Bruckner / 1824–1896 / stayed in the house / which used to occupy this site. / Bruckner started work on his / second symphony during his / period in London“ wurde von der Brunel University gewidmet.

Marienbad

1926 wurde am Haus „Zum weißen Rößl“ („Zum schwarzen Roß“), in dem Bruckner während seines Kuraufenthaltes wohnte, eine Gedenktafel enthüllt. „In diesem Hause wohnte der Tondichter Dr. Anton Bruckner im August des Jahres 1873. Dort komponierte Anton Bruckner das Finale der 3. Symphonie.“ Das Haus wurde in den 1950er Jahren abgerissen.

Regensburg/Walhalla

Im Rahmen des 8. Brucknerfestes der Internationalen Bruckner‑Gesellschaft (IBG) wurde am 6.6.1937 in der Walhalla, die Bruckner und die Mitglieder der Liedertafel „Frohsinn“ auf der Rückreise vom Sängerfest in Nürnberg möglicherweise besuchten, eine Bruckner-Büste (IKO 273) von Adolf Rothenburger (1883–1972) enthüllt. Die Feierlichkeiten, in Anwesenheit Adolf Hitlers und der Nazi-Regierung (Nationalsozialismus), wurden mit Bruckners Germanenzug und Locus iste umrahmt; Siegmund von Hausegger, Peter Raabe und Oswald Kabasta dirigierten Bruckner-Symphonien.

Literatur
  • Walhalla. Amtlicher Führer. Hg. v. Landbauamt Regensburg. Regensburg 1987, S. 41
  • Walter König, Anton Bruckner ludest du, Walhall am Donaustrom, unserer Größten einen nahmst in Ehren du auf. Unsere Fahrt zur Walhalla 5, 6.6.1937 (Sonderdruck aus den „Frohsinn-Nachrichten“)
  • div. Zeitungsberichte

RENATE GRASBERGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 1.7.2020

Medien

Kategorien

Abbildungen

Abbildung 1: Gedenktafel im Stift Klosterneuburg (© Christian K. Fastl)

Abbildung 2: Gedenktafel am Alten Dom, Linz (© Christian K. Fastl)

Abbildung 3: Gedenktafel im Neuen Dom, Linz (© Christian K. Fastl)

Abbildung 4: Votivfenster im Neuen Dom (© Christian K. Fastl)

Abbildung 5: Gedenktafel an der Linzer Stadtpfarrkirche (© Christian K. Fastl)

Abbildung 6: Gedenktafel in Linz, Hofgasse 23 (© Christian K. Fastl)

Abbildung 7: Gedenktafel in Linz, Hauptplatz 18 (© Christian K. Fastl)

Abbildung 8: Glockenspiel, Linz, Hauptplatz 18 (© Christian K. Fastl)

Abbildung 9: Bruckner-Relief am Gehäuse der Orgel in der Linzer Stadtpfarrkirche (© Christian K. Fastl)

Abbildung 10: Gedenktafel in St. Karl Borromäus, Wien (© Andrea Singer)

Links

ACDH, Abteilung Musikwissenschaft