Haschek, Horst
* 24.2.1920 Wien/A, † 29.12.2004 Wien. Arzt (Urologe).
Sohn von Hans Paul Haschek und dessen Frau Friederike. Nach der Matura (1938) sowie Militär- bzw. Kriegsdienst ab 1941 Studium der Medizin in Innsbruck und Wien (Promotion 1947). Anschließend urologische Facharzt-Ausbildung an der Poliklinik unter Theodor Hryntschak (1889–1952). Haschek war 1981–1986 Direktor der Poliklinik, 1970–1990 Leiter des Ludwig Boltzmann Instituts zur Erforschung der Infektionen und Geschwülste des Harntraktes und lehrte auch an der Universität Wien.
Von frühester Jugend an der Musik verbunden, war Haschek ab 1965 Direktoriumsmitglied der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und 1972–2000 auch deren Präsident, danach Ehrenpräsident. Ehrenmitglied der Wiener Philharmoniker (2000). 1971–2004 war er Präsident der Internationalen Bruckner-Gesellschaft (IBG).
Schriften
- (Hg.), Internationales Symposium über Probleme des Phenacetin-Abusus. Wien 1973
- (Hg.), Der septische Schock. Internationales Symposium, 21. und 22. Mai 1976. Wien 1978
- Musik und Medizin, in: Wiener Medizinische Wochenschrift 128 (1978) H. 1, S. 1–9
Literatur
- Herbert Vogg, In memoriam Horst Haschek, in: IBG-MitteilungsblattMitteilungsblatt der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Studien & Berichte. Hg. v. der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1971ff. Nr. 64 (Juni 2005), S. 5f.
- Karl Heinz Tragl, Chronik der Wiener Krankenanstalten. Wien u. a. 2007, S. 311f.
- Clemens Hellsberg, Heimkehr zur Musik der Ewigkeit: Horst Haschek, in: Philharmonische Begegnungen. Die Welt der Wiener Philharmoniker als Mosaik. Bd. 1. Wien 2015, S. 164–169
- www.wienerphilharmoniker.at/orchester/philharmonisches-tagebuch/year/2005/blogitemid/725/cid/2 [20.9.2019]
- Andrea Harrandt, Art. „Haschek, Brüder“, in: www.musiklexikon.ac.at [20.9.2019]