Bocklet, Heinrich von
* 17.11.1850 Wien/A, † 22.10.1926 Wien. Musiker und Musikpädagoge.
Nach Ausbildung bei seinem Vater Karl Maria von Bocklet (1801–1881) und Franz Krenn war Bocklet 1878–1887 Professor für Orgel, Klavier und Musiktheorie an den k. k. Lehrer‑ und Lehrerinnen-Bildungsanstalten und führte die von seinem Vater gegründete „Private Schule für vierhändiges Klavierspiel“ weiter. Außerdem gab er Privatunterricht im Klavier-Ensemblespiel, u. a. auch Gottfried (1867–1932), dem Sohn von Konstantin Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst.
Bocklet war bekannt für seine „achthändigen Klavierleseabende“ (Reichspost 26.10.1926, S. 5), in denen ab 1895 Orchesterwerke zum Vortrag gebracht wurden. So bearbeitete er auch die Fünfte Symphonie Bruckners für zwei Klaviere zu acht Händen (Bearbeitungen).
Werke
- Lieder
- Klavierstücke
- Klavierbearbeitungen von Werken Bruckners, Mahlers und Richard Strauss‘
- Clavier-Trichter (Populäre Clavierschule). Tabellensystem. Neue leicht fassliche Unterrichtsmethode […]. Wien 1888
- Neue populäre Klavier-Schule. Eine leicht fassliche […] Unterrichts-Methode für den Schul- und Privatgebrauch […]. Wien 1903
Literatur
- Tagesbericht. Todesfälle, in: Reichspost 26.10.1926, S. 5
- Christoph Hust, Art. „Bocklet, Carl Maria von“, in: MGG²Ludwig Finscher (Hg.), Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. 29 Bde. (Sach- und Personenteil). 2. neubearb. Ausgabe. Kassel u. a. 1994–2008 3 (2000), Sp. 174f.
- Andrea Harrandt, Art. „Bocklet, Familie“, in: www.musiklexikon.ac.at [6.5.2019]
- Mitt. Wiener Stadt- und Landesarchiv