Frühlingslied (WAB 68) „Leise zieht durch mein Gemüt liebliches Geläute“

Lied für Singstimme und Klavier in A‑Dur, „Langsam u. zärtlich“

Text: Heinrich Heine
EZ: 1851 in St. Florian
W: Aloisia Bogner („Gewidmet dem Nahmensfeste einer aufblühenden Frühlingsrose“)
UA: ?
Aut.: OÖ. Landesmuseum (Mus.HS.519)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/1, S. 42 (1928; Faksimile), 2/2, S. 44ff. (1928)
NGA: Band XXIII/1 mit Revisionsbericht (Angela Pachovsky, 1997)

Das dreiteilig angelegte Frühlingslied – ohne Ähnlichkeit mit den gleichnamigen Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy – ist knapp und einfach gehalten. Es stellt Bruckners erste vollständig überlieferte Liedvertonung dar. Die Gesangstimme ist in – für die frühen Sologesänge charakteristischer – kleingliedriger melismatischer Melodik (Pachovsky, S. 200) geführt. Die Grundstimmung wird im Klavierpart mittels kontinuierlich durchlaufender Figurationen vermittelt. Die kleine Textänderung „Kling hinaus bis an sein Haus“ dürfte für den Vortrag durch die Widmungsträgerin angebracht worden sein.

Literatur

ERICH WOLFGANG PARTSCH

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 29.5.2017

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Erstdruck

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft