„O du liebes Jesu-Kind“ (WAB 145)

Lied für Singstimme und Orgel in F‑Dur, „Ziemlich langsam“

EZ: um 1845 (Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974), vermutlich 1845/1846 in St. Florian (im Revisionsbericht der NGAAnton Bruckner. Sämtliche Werke. Kritische Gesamtausgabe. Hg. v. der Generaldirektion der Österreichischen Nationalbibliothek und der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1951ff. (Editionsleitung: Leopold Nowak, auch als Neue Gesamtausgabe bezeichnet), S. 33, wohl irrtümlich „1855 oder etwas später“)
Text: unbekannt
UA: ?, St. Florian?
Aut.: Stift St. Florian, Bruckner‑Archiv (20/14)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/2, S. 13 (1928; unvollständiges Faksimile)
NGA: Band XXI (Hans Bauernfeind/Leopold Nowak, 1984) und Revisionsbericht (1984)

Bruckners Autorschaft an diesem schlichten, nur 16 Takte umfassenden und vermutlich für die Schulkinder von St. Florian komponierten Liedes gilt, trotz des autograf erhaltenen Notentextes, nicht als gesichert (Incerta und Falsa); die Harmonien der Begleitung könnten jedoch auch aus einer Zeit des Suchens und Erprobens durch den jungen Komponisten stammen. Der Text dieses Liedes ist mehrfach vertont worden, so etwa durch Johann Caspar Aiblinger (1779–1867), dessen Version noch 1940 gedruckt wurde.

Eine Widmung findet sich, von fremder Hand mit Bleistift am oberen Rand der 1. Seite (fol. 1r) eines Doppelblattes geschrieben: „Am unschuldigen Kinder-Tag vor der heil. Wandlung“ (28.12.). Am unteren Rand – ebenfalls von fremder Hand – die Anweisung „6 mal rep[etieren]“. Auf fol. 1v folgen oben die beiden letzten Zeilen des Liedes (die in der Faksimile-Ausgabe bei August Göllerich und Max Auer fehlen), darunter, ebenfalls von fremder Hand, ein Weihnachtslied in B‑Dur Schönstes Kindlein, bestes Knäblein, auf fol. 2r, ebenfalls von fremder Hand, ein Weihnachtslied in B‑Dur O welch ein süßes Freudenwort sowie ein Chor in Es‑Dur Wir alle dich grüßen Christkindelein zart.

Literatur

ELISABETH MAIER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 12.5.2017

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft