Volkslied (WAB 94,1-2) „Anheben laßt uns all zusamm‘“

Lied für vierstimmigen Männerchor a cappella (a); Singstimme und Klavier (b) in C‑Dur, „Kräftig, feierlich, markiert“

Text: Josef Winter Edler von Wigmar
EZ: 1882 in Wien
UA: ?
Aut.: ÖNB‑MS (Mus.Hs.6005); Bibliothèque nationale, Paris (Ms.3861)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 3/2, S. 191f. (1930)
NGA: Band XXIII/2 (Angela Pachovsky/Anton Reinthaler, 2001); Band XXIII/1 mit Revisionsbericht (Angela Pachovsky, 1997)

Am 16.10.1881 schrieb die Deutsche Zeitung in Wien einen Wettbewerb aus zur Erlangung „des besten sangbaren Nationalliedes [...], welches die Deutschen Oesterreichs in der Verteidigung ihres Volksthums zu bestärken geeignet“ sei (Deutsche Zeitung 16.10.1881, S. 1). Nachdem 1.570 Gedichte eingelangt waren und das sechsstrophige Lied der Deutschen in Oesterreich von J. Winter den 1. Preis erhalten hatte, wurde am 1.1.1882 der musikalische Wettbewerb um eine „Hymne für das deutsche Volk in Oesterreich“ (Deutsche Zeitung 1.1.1882, S. 1) für Singstimme und Klavier sowie für Männerchor ausgeschrieben. Unter den 1.320 eingelangten Werken war auch das Bruckner‘sche Volkslied in den zwei geforderten Besetzungen; aber keine der Kompositionen bekam einen Preis zugesprochen (Deutsche Zeitung 16.4.1882, S. 1).

Das irrtümlich von August Göllerich ins Jahr 1861 und von Max Auer in die Jahre 1859 oder 1866 datierte Werk zeigt eine harmonische Beschränkung auf einfachste Akkordfolgen. Beginnend im Unisono, besteht es aus vier regelgerecht gebauten achttaktigen Perioden, durchwegs ff gesungen, und erinnert an einen Choral.

Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 29.5.2017

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft