Fuchs, Robert
* 15.2.1847 Frauental an der Laßnitz, Steiermark/A, † 19.2.1927 Wien/A. Musikpädagoge und Komponist.
Er absolvierte die Lehrerpräparandie in Graz und studierte 1865–1869 am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien u. a. bei Felix Otto Dessoff. Nach Erfolgen als Komponist wurde er 1875 Dirigent der Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und war 1875–1912 Professor für Harmonielehre am Konservatorium (wo u. a. Hugo Wolf, Gustav Mahler, Franz Schmidt und Erich Wolfgang Korngold [1897–1957] zu seinen Schülern zählten) sowie 1894–1905 k. k. Hoforganist.
Obwohl Fuchs mit Johannes Brahms befreundet war und von diesem gefördert wurde, schätzte ihn auch Bruckner als Kollegen am Konservatorium und zeigte Interesse an seinen Kompositionen. So soll er über den 3. Satz der Ersten Serenade von Fuchs gesagt haben: „Das geht einem in d‘ Füß, […] da möcht‘ ma tanzen!“ (Göll.‑A. 4/1, S. 31).
Werke
- 2 Opern
- 3 Symphonien
- 2 Messen
- 5 Streicherserenaden
- Kammermusik
- Klavier- und Orgelwerke
- Chorwerke
- Lieder
Literatur
- Jahresberichte des Wiener Conservatoriums der Musik [Conservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]. Wien 1865–1869
- Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 4/1, S. 31
- Franziska Singer, Robert Fuchs als Lehrer am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. Dipl.arb. Wien 1999
- Wolfgang Suppan, Steirisches Musiklexikon. 2., völlig überarb. und erw. Aufl. Graz 2009, S. 174ff.
- Andrea Harrandt/Monika Kornberger, Art. „Fuchs, Familie“, in: www.musiklexikon.ac.at [23.7.2019]