Hager, Leopold CanReg

* 1.11.1889 St. Gotthard im Mühlkreis, Oberösterreich/A, † 24.2.1972 St. Florian, Oberösterreich/A. Geistlicher, Augustiner Chorherr.

Nach der Priesterweihe 1913 und dem Eintritt in das Stift St. Florian war Hager als Kooperator, Präfekt und Religionslehrer in verschiedenen Pfarren Oberösterreichs tätig. 1926 wurde er Novizenmeister im Stift St. Florian, dann Klerikerdirektor, Konviktspräfekt und Gymnasialdirektor sowie Professor für Moraltheologie und Homiletik an der philosophisch-theologischen Lehranstalt. Nach der Vertreibung der Chorherren aus dem Stift durch die Nationalsozialisten (Nationalsozialismus) wurde er 1941 zunächst Dechant in Pulgarn und schließlich 1944 zum Propst des Konvents gewählt (bis 1968).

Hager spielte Klavier, Orgel und Streichinstrumente und half auch gelegentlich als Dirigent aus. Er war Leiter der Ortsgruppe St. Florian des Brucknerbundes für Oberösterreich und als Nachfolger von Max Auer 1954–1969 Präsident der Internationalen Bruckner‑Gesellschaft. Hager setzte sich auch für die Renovierung der St. Florianer Orgel ein, die 1951 geweiht werden konnte.

Schriften
  • Die Bruckner-Orgel im Stifte St. Florian. Kurze Geschichte ihres letzten Umbaues 1945–1951 und Beschreibung ihres inneren Aufbaues. St. Florian 1951
  • Text zum Oratorium Der siebenfache Strom (Die sieben Sakramente), Musik von Friedrich Reidinger (UA 1954)
Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 8.1.2019

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Abbildung 1: Leopold Hager (© Archiv Stift St. Florian)

Normdaten (GND)

Hager, Leopold CanReg: 128544821

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