Gutmann (Verlag)

Gegründet von Albert J. Gutmann (* 20.6.1851 Fürth, Bayern/D, † 7.3.1915 Wien/A).

Als Sohn eines Kaufmanns kam Gutmann 1873 wahrscheinlich von München nach Wien, wo er im selben Jahr die Kunst- und Musikalienhandlung im Gebäude der Hofoper eröffnete und Gründungsmitglied des Wiener Akademischen Wagner-Vereins wurde. Später erweiterte er seinen Geschäftsbereich noch um ein „Musikalien-Leihinstitut“, eine „Clavier- und Harmonium-Verkaufs- und Leihanstalt“ und eine Konzertagentur. Nach erfolgreichen Jahren verkaufte Gutmann sein Geschäft an Hugo Knepler (* 10.8.1872 Wien, † nach 13.4.1944 Auschwitz?/Deutsches Reich [Oświęcim/PL]) und ließ sich im September 1908 in Paris nieder, um dort österreichische Künstler zu fördern. Er kehrte aber bald wieder nach Wien zurück.

Gutmann verlegte Bruckners Streichquintett in F‑Dur sowie die Vierte und Siebente Symphonie. Obwohl von der zeitgenössischen Kritik gelobt – „Den Verleger Gutmann ehrte sein mutiges Eintreten für Anton Bruckner zu einer Zeit, da die musikalische Kritik Wiens [...] den berühmten oberösterreichischen Tondichter und seine Werke mit dem Banne belegt hatte.“ (Wiener Zeitung 8.3.1915, S. 6) –, ging die Drucklegung nicht ohne Probleme mit den Brüdern Franz Schalk und Josef Schalk ab.

Werke
  • Aus dem Wiener Musikleben. Künstler-Erinnerungen 1873–1908. Wien 1914
Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 1.9.2017

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Abbildungen

Abbildung 1: Deutsche Kunst- und Musik-Zeitung 25 (1898) H. 5, S. 49

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft