„Domine, ad adjuvandum me festina“ (WAB 136)
Particell-Skizze in D‑Dur
| EZ: | 14.7.1835 in Ansfelden |
| Aut.: | ÖNB‑MS (Mus.Hs.3191, Handschrift von Johann Baptist Weiß) |
Der Text ist der Eröffnungsvers des Stundengebetes („O Gott, komm mir zu Hilfe / Herr, eile mir zu helfen, Ehre sei dem Vater ...“) der römisch‑katholischen Kirche, in der mehrstimmigen Musik häufig vertont als Einleitung einer feierlichen, gesungenen Vesper.
August Göllerich und Max Auer sehen in der Skizze einen Kompositionsversuch des elfjährigen Bruckner, Leopold Nowak schreibt sie jedoch viel plausibler dem älteren Cousin und Lehrer J. B. Weiß zu, in dessen Handschrift sie auch erhalten ist (Incerta und Falsa). Wenige Wochen nach Enstehung dieser Skizze erhielt Bruckner Unterricht im Orgelspiel und in Generalbass bei Weiß in Hörsching.
Literatur
- Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 3/1, S. 537
- Leopold Nowak, Revisionsbericht zu NGAAnton Bruckner. Sämtliche Werke. Kritische Gesamtausgabe. Hg. v. der Generaldirektion der Österreichischen Nationalbibliothek und der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1951ff. (Editionsleitung: Leopold Nowak, auch als Neue Gesamtausgabe bezeichnet) XXI (1984), S. XIII, Anm. 8