Das Lied vom deutschen Vaterland (WAB 78) „Wohlauf, ihr Genossen, stimmt an“

Vierstimmiger Männerchor a cappella in Des‑Dur, „Feurig“

Text: Autor der 1. Strophe unbekannt, 2.–4. Strophe von Franz Xaver Müller
EZ: um 1845 in St. Florian
W: Hans Schläger
UA: ?; vielleicht erst 11.10.1921 in St. Florian, Musiksaal des Stifts (F. X. Müller)
Aut.: Stift St. Florian, Bruckner‑Archiv (20/4)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/2, S. 14f. (1928)
NGA: Band XXIII/2 (Angela Pachovsky/Anton Reinthaler, 2001)

Als Dank für die Widmung von Schlägers Kriegslied der Deutschen schrieb Bruckner um 1845 dieses ursprünglich einstrophige Lied auf einen vaterländischen Text. Es beginnt mit einer Bruckner‘schen Eigenart: einem Oktavsprung in allen vier Stimmen. Sowohl im Text als auch in seiner musikalischen Anlage entspricht es den zeitgenössischen vaterländischen Kompositionen und wurde als typischer Liedertafel-Chor eingestuft.

Vom damaligen Regens chori Müller im Stiftsarchiv von St. Florian wiederaufgefunden und mit zusätzlichen Strophen versehen, wurde das Lied unter seiner Leitung zum 25. Todestag Bruckners „wiedererweckt“. In der Linzer Tages-Post schrieb Franz Gräflinger in Bezugnahme auf diese Aufführung von „rhythmische[m] Schwung und harmonisch-satte[r] Färbung“ (13.10.1921, S. 3) der Komposition. Weitere Aufführungen sind 1926 durch den Wiener Männergesang-Verein, 1931 bei der Gedenktafelenthüllung in Hörsching (Gedenkstätten) und 1933 beim 2. Westfälischen Brucknerfest in Dortmund nachweisbar (Brucknerfeste und -feiern).

Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 12.5.2017

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Erstdruck

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft