Hanfstaengl, Familie

Franz: * 1.3.1804 Baiernrain bei Tölz, Bayern/D, † 18.4.1877 München, Bayern/D. Maler, Lithograf und Fotograf.
Ab 1816 Besuch der Zeichenklasse von Hermann Josef Mitterer (1762–1829) in München, Ausbildung zum Lithografen. 1819–1825 Besuch der Königlichen Akademie der bildenden Künste. 1833 Gründung einer eigenen lithografischen Anstalt, 1853 Kunstdruckerei und Fotoatelier.

Von ihm stammen die Fotografien IKO 17 und IKO 18 (1885; Ikonografie). Eine Vergrößerung von IKO 17 hing in Bruckners Wohnung; IKO 18 diente des Öfteren als Vorlage für Drucke zu Lebzeiten des Komponisten. IKO 117 ist eine Fotogravure nach einer Wiener Aufnahme des Berliner Verlagshauses Hanfstaengl aus dem Jahre 1903.

Sein Sohn
Edgar: * 15.7.1842 München, Bayern/D, † 28.5.1910 München. Kaufmann.
Zunächst Handelskaufmann und Prokurist in Stettin (Szczecin/PL) und London. 1867 Rückkehr nach München, wo er 1868 die Firma seines Vaters übernahm. Erweiterung zum Kunstverlag Franz Hanfstaengl, 1892 Ernennung zur Königlich bayerischen Hofkunstanstalt, um 1900 arbeiteten ca. 100 Angestellte für das Unternehmen. Die massenhafte Vervielfältigung von Kunst beschrieb Thomas Mann (1875–1955) in seiner Novelle Gladius Dei (1902) auf ironische Weise und gab dem Verlag den Namen „Kunsthandlung Blüthenzweig“.

1907 übernahm Edgar II. Hanfstaengl (1882–1958), der zuvor die 1892 in New York eröffnete Filiale geleitet hatte, die Geschäftsführung in München. Ihm folgte Egon Hanfstaengl (1921–2007), der Verlag existierte bis 1980. Nach der Auflösung gingen die Fotogravurplatten in den Besitz des Münchner Kunstverlags Blanc über.

Literatur

RENATE GRASBERGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 11.3.2020

Medien

Kategorien

Abbildungen

Abbildung 1: Franz Hanfstaengl, in: Illustrirte Zeitung 19.5.1877, S. 418

Normdaten (GND)

Hanfstaengl, Edgar: 11881110X

Hanfstaengl, Franz: 118701363

Links

ACDH, Abteilung Musikwissenschaft