Marsch für Militärmusik in Es‑Dur (WAB 116)

Fl., 6 Klar., 3 Hr., 2 Flügelhörner, 7 Trp., 3 Euphonien, 2 Pos., 2 Btb., kleine Trommel, große Trommel, Becken

EZ: vollendet 12.8.1865 in Linz
UA: 22.10.1932 im Stiftskeller Klosterneuburg (Stadtkapelle Klosterneuburg; Gustav Fischer)
Aut.: ÖNB‑MS (Mus.Hs.3168; Mus.Hs.6027, As. von Franz Schimatschek mit Bruckners Namenszug)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 3/2, S. 26ff. (1930; Klavierauszug von August Stradal); Doblinger, Wien o. J. (Franz Burkhart)
NGA: Band XII/8 mit Revisionsbericht (Rüdiger Bornhöft, 1996)

Die vierteilige Anlage dieser der Militärkapelle der Jäger-Truppe in Linz zugeeigneten (vgl. Bornhöft) Komposition entspricht dem konventionellen Schema des österreichischen Militärmarsches seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, wobei melodisch geführtes weitmensuriertes und fanfarenartig eingesetztes engmensuriertes Blech klanglich reizvoll kontrastieren, die Holzbläser in den höheren Lagen, die Bassflügelhörner und Euphonien in der Tenor-Bariton-Lage Gegenmelodien einführen, die Tuben (sofern sie nicht zusammen mit den Posaunen und Waldhörnern in Bass-Soli in Erscheinung treten) den Vorschlag, die Es-Trompeten, Posaunen und teilweise auch die Waldhörner den Nachschlag besorgen und so mit dem Schlagwerk den Marschrhythmus angeben. Bruckner orientierte sich bei der Komposition wahrscheinlich an dem ihm vielfach zugeschriebenen Apollo-Marsch in Es‑Dur.

Für die Praxis liegen folgende Ausgaben vor: eingerichtet von Franz Burkhart, Musikwissenschaftlicher Verlag (Ludwig Doblinger), Wien o. J.; bearbeitet von Erik Leidzén, Presser, Bryn Mawr 1951; bearb. David Whitwell, Winds, Northridge/CA o. J.

Literatur

WOLFGANG SUPPAN

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 21.6.2017

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft