Antoine, Franz
* 27.1.1864 Wien/A, † 17.4.1935 Wien. Porträt- und Landschaftsmaler, Restaurator.
Sohn des Malers und Hofgartendirektors Franz Antoine (1815–1886). 1886–1890 Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Christian Griepenkerl (1839–1912) sowie in München und Paris. Seit 1897 Restaurator am Kunsthistorischen Museum in Wien, wo er auch eine Privatmalschule leitete.
Antoine, der 1878 Privatschüler Bruckners war (Vermerk in dessen Taschen-Notizkalender, Schüler), zeichnete diesen um 1888 während einer Probe im Wiener Akademischen Wagner-Verein (IKO 27, gedruckt im Verlag Franz Kehle, Wien; Bericht auf Postkarte an Franz Gräflinger, 1924, Wien, ÖNB‑MS, F30.Graeflinger.8). Weiters sind drei Ölgemälde mit Bruckner-Porträts von Antoine bekannt: Eines zeigt Bruckner im Profil nach rechts (1890, IKO 38, früher Wiener Akademischer Wagner-Verein, jetzt Wien Museum), die anderen im Profil nach links (ca. 1896, IKO 88, nicht signiert, Komponistengalerie der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien; o. J., IKO 168, Ankauf durch das Anton Bruckner Institut Linz [ABIL], seit 2009 als Leihgabe im Stift St. Florian).
Als Komponist war er Autodidakt und veröffentlichte zahlreiche Lieder, auch Wiener Lieder (v. a. auf eigene Texte).
Werke
- Lieder (u. a. Japanische Lieder, op. 55; Im Paradeisgartl, op. 58; Grinzing, op. 62)
- Männerquartett Nachruf. Dem Andenken eines Freundes, op. 52
- Fanfaren
Schriften
- Gedichte. Wien 1915
- Gedichte und Prosa. Wien 1919
Literatur
- Paul Frank/Wilhelm Altmann, Kurzgefaßtes Tonkünstler-Lexikon. 14. Aufl. Wilhelmshaven 1936, S. 16
- Rudolf Schmidt, Österreichisches Künstler-Lexikon von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bd. 1. Wien 1974, S. 75
- Heinrich Fuchs, Die österreichischen Maler des 19. Jahrhunderts. Ergänzungsband 1. Wien 1978, S. 21
- Bruckner-Ikonographie IRenate Grasberger, Bruckner-Ikonographie. Teil 1: Um 1854 bis 1924 (Anton Bruckner. Dokumente und Studien 7). Graz 1990
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