Ramin, Günther (Werner Hans)

* 15.10.1898 Karlsruhe, Baden-Württemberg/D, † 27.2.1956 Leipzig, Sachsen/D. Dirigent, Organist.

Schon in jungen Jahren konnte Ramin seine außerordentliche Begabung als Organist und Chorleiter unter Beweis stellen. 1918 wurde er zum Organisten an der Leipziger Thomaskirche ernannt, der er später als Thomaskantor durch sein ganzes Leben verbunden blieb. 1921 begann seine Tätigkeit als Organist und Chorleiter beim Gewandhausorchester. Als kompetenter Interpret Johann Sebastian Bachs Werke und Dirigent der großen Passionen konnte er sein Wirken auf ganz Deutschland erstrecken. Als Thomaskantor organisierte er Bach-Feste, in denen er auf die originalen Fassungen der Werke zurückgriff.

In seinem künstlerischen Wirkungskreis war auch Bruckner beheimatet, dessen Sakralwerke (Kirchenmusik) er mit äußerster Behutsamkeit und starkem spirituellem Affekt zur Aufführung brachte. Ramin wurde für den Aufbau und die Schulung des gemischten Bruckner-Chores St. Florian verpflichtet. Die Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern fand von März 1943 bis März 1944 allerdings in Leipzig statt, da Ramin den Thomaner-Chor weiterführen wollte. Bei Konzerten des Bruckner-Chores St. Florian unter seiner Leitung wurden u. a. Bruckners Psalm 150, die Messe in f-Moll, sowie die Gradualien Os justi, Locus iste und Virga Jesse aufgeführt.

Literatur

CLEMENS HÖSLINGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 14.1.2019

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Ramin, Günther (Werner Hans): 118598104

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft