Die Geburt (WAB 69) „Es landet ein Fremdling im Hafen der Welt“

Vierstimmiger Männerchor a cappella in Des‑Dur, „Feurig“

Text: unbekannt
EZ: 1851 in St. Florian
UA: ?
Aut.: Stadtarchiv Wels (Inv.Nr.2697)
ED: Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/2, S. 147–150 (1928)
NGA: Band XXIII/2 (Angela Pachovsky/Anton Reinthaler, 2001)

Bruckner komponierte diesen Chor, von dessen Text er nur die 1. und 4. Strophe vertonte, auf Wunsch seines Freundes und einstigen Präparandie-Kollegen Josef Seiberl und schrieb im Begleitbrief vom 19.3.1852 dazu: „[…] Gratulation zum Namensfeste. Ich wollte Dich mit dem bestellten Männerchor an diesem Feste überraschen, u[nd] gleichsam ihn zum Angebinde bringen“ (Briefe I, 520319).

Der mit „Feurig“ überschriebenen, in viertaktigen Perioden gebauten 1. Strophe, die dreimal wiederholt wird, folgt die 2. (= 4.) Strophe mit einem langsamen, abschließenden Teil („Und hast du das Deine dann redlich getan“). Die Melodik ist stark dem Zeitstil verhaftet. Max Auer vermeinte in diesem Werk einen Einfluss Franz Schuberts zu erkennen und sah in seiner Stimmung eine Vorausahnung späterer Chorwerke Bruckners. Eine für 1852 angekündigte Uraufführung fand offenbar nicht statt bzw. kann nicht nachgewiesen werden.

Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 12.5.2017

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Erstdruck

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft