Monaco (Rezeption)

1895 versuchte Prinzessin Gisela von Bayern, auf Initiative ihrer Cousine Amalie von Urach, die Fürstin von Monaco (Marie Victoria Douglas-Hamilton [1850–1922], seit 1869 mit Albert I. [1848–1922] verheiratet, aber getrennt lebend) zur Aufführung einer Bruckner-Symphonie zu bewegen. „Für die gnädigste Fürsprache bei P. T. Frau Fürstin von Monaco gestatten mir K H meinen unterthänigsten Dank zu Hochderen Füßen niederlegen zu dürfen!“, schrieb Bruckner an Gisela (Briefe II, 950510). Daraufhin veranlasste Bruckner die Übersendung der Siebenten Symphonie durch den Verlag Gutmann nach Monaco (Briefe II, 950731/1). Im März 1896 wurde die Siebente Symphonie schließlich in Monte-Carlo erfolgreich aufgeführt (Die Presse 31.3.1896, S. 6, Deutsches Volksblatt 1.4.1896, S. 8). Bruckner erwähnt auch Briefe der „Fürstin v. Monaco“ (Briefe II, 950731/2), die allerdings nicht erhalten sind.

Das seit 1856 bestehende Orchester von Monte-Carlo (zunächst Orchestre du Nouveau Cercle des Étrangers, ab 1953 Orchestre national de l'Opéra de Monte-Carlo) wurde 1980 in Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo umbenannt. Marek Janowski, 2000–2005 Chefdirigent dieses Orchesters, führte Werke Bruckners u. a. in Monte-Carlo und bei Auslandsgastspielen des Orchesters auf. 2009 dirigierte Yakov Kreizberg (1959–2011) die Siebente Symphonie.

Im April 2012 standen Werke Bruckners beim Printemps des arts de Monte-Carlo im Grimaldi Forum im Mittelpunkt (Vierte, Fünfte, Sechste, Siebente, Neunte Symphonie und das Streichquartett in c-Moll).

Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 21.9.2020

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft