„Auf, Brüder, auf zur frohen Feier“ (WAB 61b [alt 61])
Kantate für S, A, 2 T und 2 B mit 3 Hr., 2 Trp. und B-Pos. in D‑Dur
| Sätze: | Chor: „Bewegt“; Quartett: „Mit Gefühl“; Chor: „Bewegt“; Quartett: „Andante“; Schlusschor: „Nicht zu geschwind“ |
| Text: | Ernst Marinelli |
| EZ: | 10.7.1857 in St. Florian (Umarbeitung von WAB 61b) |
| W: | Friedrich Mayer |
| UA: | 17.7.1857 in St. Florian |
| Aut.: | Stift St. Florian, Bruckner‑Archiv (19/6, früher Karl Aigner) |
| ED: | Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/1, S. 116–128 (1928; Faksimile des Autografs); Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/2, S. 131–140 (1928; August Göllerich nach einer Partitur-As.) |
| NGA: | Band XXII/1 (Franz Burkhart/Rudolf H. Führer/Leopold Nowak, 1987) |
Zum Namenstag seines Gönners Michael Arneth (29.9.) schrieb Bruckner eine Kantate mit dem Titel „Heil, Vater! Dir zum hohen Feste“. Der Text wurde später in „Auf, Brüder, auf zur frohen Feier, mit Festeskränzen schmückt die Leier“ geändert und in dieser Form 1857 zu Friedrich Mayers Namensfest (18.7.) aufgeführt. Die 3. Textvariante „Heil Dir zum schönen Erstlingsfeste“ entstand für eine Primizfeier im Stift Kremsmünster.
Auf die Horn-Einleitung und den 1. Chor folgt ein Männerquartett, darauf ein aus Dreiklangsfanfaren bestehender Chorsatz. Das Werk schließt nach einem neuerlichen Männerquartett mit einem fanfarenfreudigen Schlusschor. Von Franz Xaver Müller wiederaufgefunden, wurde es am 11.10.1921 in St. Florian aufgeführt und als Werk im „Geist der Neuromantiker“ (Linzer Tages-Post 13.10.1921, S. 4) bezeichnet.
Literatur
- Franz Müller, Bruckner-Neuland, in: Linzer Volksblatt 25.9.1921, S. 2f.
- Franz Gräflinger, Bruckner-Gedenkfeier in St. Florian. Anläßlich des 25. Todestages des Meisters, in: [Linzer] Tages-Post 13.10.1921, S. 3f.
- Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/1, S. 112–130
- The Manuscript SourcesPaul Hawkshaw, The Manuscript Sources for Anton Bruckner‘s Linz Works. A Study of his Working Methods from 1856 to 1868. Diss. New York City 1984, S. 260ff.
- Keith William Kinder, The Wind and Wind-Chorus Music of Anton Bruckner (Contributions to the study of music and dance 51). Westport 2000
- Andreas Lindner/Michael Jahn, Die Musikhandschriften des Augustinerchorherrenstifts St. Florian. Teilbd. 1: Die weltlichen Werke (Veröffentlichungen des RISM-Österreich, Reihe A, 2/1). Wien 2005, S. 43
- Bruckner-Handbuch 2010Hans-Joachim Hinrichsen (Hg.), Bruckner-Handbuch. Stuttgart–Weimar 2010, S. 66f.