Mayer (Mayr), Friedrich (Theophil) CanReg

* 4.10.1793 Stockholm/S, † 29.12.1858 Rom/I. Geistlicher.

1814 Eintritt in das Stift St. Florian, 1818 Priesterweihe, 1818–1820 Kooperator in Mauthausen, anschließend Pfarrseelsorger in der Stiftspfarre. 1825–1848 Kämmerer und Kanzleidirektor im Stift. 1848 Pfarrer in Wösendorf in der Wachau, von wo aus er einen regen Briefwechsel mit dem Stifts-Historiker Jodok Stülz führte. 1854–1858 Propst des Stiftes St. Florian als Nachfolger Michael Arneths. Schon in seiner Funktion als Kanzleidirektor förderte er die Musik u. a. durch wöchentlich stattfindende Quartettabende. Nach der großen Klostervisitation 1858 reiste Mayer zu Gesprächen nach Rom, wo er verstarb und in der Klosterkirche der Augustiner-Chorherren von San Pietro in Vincoli beigesetzt wurde.

Es ist durchaus möglich, dass Mayer als Förderer einer würdigen Kirchenmusik Bruckner 1845 als Lehrer von Kronstorf nach St. Florian berief. Beim Festgottesdienst zu seiner Infulierung am 14.9.1854 wurde Bruckners für diesen Anlass geschriebene Missa solemnis uraufgeführt, die Mayer bald danach auch gewidmet wurde (Widmungsträger), wie später Amaranths Waldeslieder, die Kantaten „Auf, Brüder! auf, und die Saiten zur Hand“ (1855 zum Namenstag) und „Auf, Brüder, auf zur frohen Feier“ (1857 zum Namenstag) sowie vermutlich schon bald nach 1845 Vergißmeinnicht (Fassung b). Nach seiner Übersiedlung nach Linz 1855 wohnte Bruckner die erste Zeit im Florianer Haus (Landstraße 22, Wohnungen), wo ihm Mayer eine Freiwohnung gewährte.

Literatur

KARL REHBERGER

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 3.3.2020

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Abbildung 1: Friedrich Mayer (© Archiv Stift St. Florian)

Normdaten (GND)

Mayer (Mayr), Friedrich (Theophil) CanReg: 1020228741

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft