Plany, Franz (Ferdinand)
* 7.2.1882 Teschen/Österreichisch-Schlesien (Cieszyn/PL bzw. Český Těšín/CZ), † 1.3.1956 Linz, Oberösterreich/A. Bildhauer.
Sohn des Heinrich Plany und seiner Frau Adelheid, geb. Budatinski, besuchte die
Staatsgewerbeschule in Linz, war anschließend als
Gehilfe und schließlich selbständig als Bildhauermeister tätig. 1907 erhielt er den
Gewerbeschein für sein Bildhauergewerbe (Linzer Volksblatt
16.2.1907, S. 7). Ab 25.5.1907 mit Leopoldine Haider (* 20.9.1885 Linz, † ?)
verheiratet. Im Taufeintrag seines Sohnes Franz Ferdinand (* 14.11.1914 Linz, † ?)
wird er als Bildhauermeister in Wels genannt. 1919
inskribierte er an der Kunstgewerbeschule in Wien
(heute Universität für angewandte Kunst Wien). Nachdem er eine Kriegsverletzung mit
dauerhafter 75%-iger Erwerbsunfähigkeit erlitten hatte, engagierte er sich im Landesverband der Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen und
wurde 1926 in dessen Ausschuss gewählt. Von Plany stammen viele Beiträge zur
Bruckner-Ikonografie in Form von Gedenktafeln, Medaillen, Plaketten u. ä.
Hier hervorgehoben seien:
IKO 140: Bruckner Gedenktafel am Alten Dom in Linz, mit der Aufschrift
„Anton Bruckner, 1824–1896, Domorganist 1856–1868 und Chormeister der Liedertafel
Frohsinn“; Enthüllungsfeier am 21.5.1922. Die Liedertafel „Frohsinn“,
die den Stein für die Gedenktafel gespendet hatte, sang unter der Leitung von August Göllerich Bruckners Inveni
David.
IKO 146: Bruckner-Denkmal der Gemeinde Ansfelden. Brucknerkopf auf Naturstein-Sockel,
auf der Rückseite bezeichnet „Franz Plany“. Enthüllung am 18.5.1924. Aufschrift auf
dem Sockel „Anton Bruckner/1824/1924“.
IKO 166: Medaille aus Bronze oder Metall,
Format: ∅ 6,4 cm, Brucknerkopf im Profil nach links, Umschrift „Anton Bruckner“,
rechts bezeichnet „F.P.“
IKO 166a: Medaille, Format: ∅ 14,2 cm; Brucknerkopf im
Profil nach links, bezeichnet „Franz Plany, Linz 1922“. Keine Umschrift.
IKO 122:
Rechteckige Plakette, Format: 35 x 24,5 cm, Brucknerkopf im Profil nach links im Rund
(21,5 cm), darunter Schrift „ANTON BRUCKNER“, rechts unten gezeichnet „Franz Plany“,
Rückseite datiert „30.3.25“.
IKO 281: Plakette 1938, Format: 7 x 4,6 cm,
Brucknerkopf umgeben von einem Lorbeerkranz, im unteren Teil der Plakette zwischen
zwei Hakenkreuzen der Text „Das Brucknerland / Oberdonau / den Verehrern seines
großen Meisters“.
IKO 383: Medaille, Format: ∅ 17,5 cm, Brucknerkopf im Profil
nach links, wurde dem Wiener
Männergesang-Verein aus Anlass des 125. Jubiläums des Chores
überreicht; 1955 aus dem gleichen Erz wie die Wiener Pummerin gegossen, und in drei
Exemplaren hergestellt. Diese Medaille wurde Vorlage für eine Keramik-Plakette, die
zum 25-jährigen Jubiläum des Anton
Bruckner Institutes Linz mit verschiedenen Glasuren bis 2005 von Renate Grasberger hergestellt,
verschenkt und verkauft wurde.
Literatur
- Volkswirtschaftliche Mitteilungen. Verliehene Gewerbescheine und Gewerbekonzessionen im Monate Jänner 1907, in: Linzer Volksblatt 16.2.1907, S. 7
- Das Kriegerdenkmal für Neumarkt bei Freistadt, in: [Linzer] Tages-Post 21.8.1920, S. 7
- Jahres-Hauptversammlung [des Landesverbandes der Kriegsbeschädigten, Witwen und Waisen], in: [Linzer] Tages-Post 10.2.1926, S. 4
- Bruckner-Ikonographie IRenate Grasberger, Bruckner-Ikonographie. Teil 1: Um 1854 bis 1924 (Anton Bruckner. Dokumente und Studien 7). Graz 1990
- Bruckner-Ikonographie IIRenate Grasberger, Bruckner-Ikonographie. Teil 2: 1925 bis 1946. Nachträge zu Teil 1: Um 1854 bis 1924 (Anton Bruckner. Dokumente und Studien 14). Wien 2004
- Bruckner-Ikonographie IIIBruckner-Ikonographie. Teil 3: 1947 bis 2006. Nachträge zu Teil 1 und 2. Gesamtregister der Künstler (Anton Bruckner. Dokumente und Studien 18). Wien 2007
- ABCD
- Mitt. Linzer Stadtmuseum Nordico
- Mitt. Akademie der bildenden Künste Wien
- Mitt. Universität für angewandte Kunst Wien
- Trauungsbuch-Duplikat 1907 der Pfarre Heilige Familie in Linz (ehemalig St. Josef), fol. 383
- Taufbuch-Duplikat 1914 der Pfarre Heilige Familie in Linz (ehemalig St. Josef), fol. 345