Behn, Hermann

* 11.11.1859 Hamburg/D, † 27.11.1927 Hamburg/D. Pianist, Kapellmeister.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften in Heidelberg (Promotion 1881) wurde er Privatschüler von Joseph Gabriel Rheinberger (1839–1901) in München, dann von Bruckner in Wien und ab 1887 von Herman Zumpe in Hamburg. Tätigkeit als Kapellmeister und Pianist, gab Klavierauszüge von Opern Richard Wagners heraus. Ab 1897 hielt er in Hamburg Vorlesungen zur Musikgeschichte.

Ab 1879 scheint Behns Name in den Taschen-Notizkalendern Bruckners auf. Von Oktober 1885 bis Mai 1886 war er Privatschüler Bruckners (Schülerinnen und Schüler). Im März 1885 überbrachte Behn Bruckner die von Gustav Adolph Kietz gestaltete Wagner-Büste. Am 1.5.1886 forderte Bruckner von Behn die Vierte Symphonie zurück, am 15.5.1885 bestätigte Behn die Übernahme der Ersten, Zweiten, Fünften und Sechsten Symphonie. 1896 erschien bei Gutmann seine Bearbeitung der Siebenten Symphonie für zwei Klaviere. Interessant ist eine Notiz von Natalie Bauer-Lechner (1858–1921): Bruckner habe sich sehr über die Aussicht gefreut, dass Behn die Korrekturarbeiten an Klavierauszügen übernehmen könne und so die Brüder Schalk nicht mehr gebraucht würden (Wolter, S. 6). Behn blieb weiterhin mit Bruckner verbunden und setzte sich in Hamburg für dessen Werke ein.

Werke
  • Lieder
  • Klaviersonate
  • Klavierauszüge von Werken von Peter Cornelius, Richard Wagner, Gustav Mahler u.a.
Literatur

ANDREA HARRANDT

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 6.5.2019

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Behn, Hermann: 116109866

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft