Alleluja Inveni David (WAB 20) „Alleluja. Inveni David servum meum“

Alleluja und Allelujavers für Gesang (unisono) und Orgelbegleitung, lydisch

EZ: 28.7.1879 in Wien
W: Ignaz Traumihler („Sr. Hochwürden dem hochwohlgebornen Herrn Herrn Musik-Director Ignaz Traumihler. [...]“)
UA: 28.8.1879 in St. Florian
Aut.: ÖNB‑MS (Mus.Hs.6069); Stift St. Florian, Bruckner‑Archiv (19/12, am Ende von Os justi; Alleluja autograf, Inveni David As. von Karl Aigner)
ED: Alleluja: Vier Graduale. Rättig, Wien 1886 (am Ende von Os justi, zusammen mit Christus factus est [WAB 11], Locus iste und Virga Jesse)
Inveni David: s. NGAAnton Bruckner. Sämtliche Werke. Kritische Gesamtausgabe. Hg. v. der Generaldirektion der Österreichischen Nationalbibliothek und der Internationalen Bruckner-Gesellschaft. Wien 1951ff. (Editionsleitung: Leopold Nowak, auch als Neue Gesamtausgabe bezeichnet)
NGA: Band XXI (Hans Bauernfeind/Leopold Nowak, 1984) und Revisionsbericht (1984)

Bruckner komponierte Alleluja und Vers im Anschluss an das Os justi. In seinem Brief an Traumihler vom 25.7.1879 fragt er diesen im Zusammenhang mit dem übersandten Graduale Os justi: „Ists der ganze Text?“. Die Forschung geht davon aus, dass nach erfolgter Antwort von Traumihler Bruckner ergänzend noch Alleluja und den dazugehörigen Allelujavers – der Text aus Psalm 88,21f. entspricht dem Gedenktag des hl. Augustinus (28.8.) – in Musik gesetzt hat.

Das Alleluja lässt den melodischen Duktus der letzten Takte des vorher gegangenen Os justi erkennen. Die einfache Melodiegestaltung erinnert an den Gregorianischen Choral, wenngleich es sich hier um eine Eigenschöpfung und weder um ein Zitat noch um eine „Harmonisierungsübung“ handelt. Während das Alleluja choraliter zu singen ist, ist der folgende Vers mit einer für das 19. Jahrhundert typischen, akkordischen Orgelharmonisierung unterlegt (das Alleluja ist danach zu wiederholen).

Literatur

CHRISTIAN K. FASTL

Zuletzt inhaltlich bearbeitet: 11.4.2018

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Quellen (Werkverzeichnis)

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ACDH, Abteilung Musikwissenschaft