Sternschnuppen (WAB 85) „Wenn Natur die sanften Lider“
für vier Männerstimmen a cappella in F‑Dur, „Nicht zu langsam“
| Text: | Ernst Marinelli |
| EZ: | um 1848 in St. Florian |
| UA: | ?, St. Florian? |
| Aut.: | Stift St. Florian, Bruckner‑Archiv (19/2a) |
| ED: | Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/2, S. 94ff. (1928) |
| NGA: | Band XXIII/2 (Angela Pachovsky/Anton Reinthaler, 2001) |
Wie schon in Kronstorf gründete Bruckner auch in St. Florian ein Männerquartett, dem der Lehrer Anton Ehrenecker, der Stiftsbeamte Franz Schäfler und der Stiftsgärtner Johann Nepomuk Hueber angehörten und für das er Ständchen und Sternschnuppen komponierte.
Dieses dem Geschmack der Zeit entsprechende Werk des ca. 24‑jährigen Bruckner wurde von Robert Haas als „ein stimmungsvoller Nachtgesang“ (Haas, S. 49) und von August Göllerich und Max Auer folgendermaßen charakterisiert: „Über dem Ganzen liegt die weichliche Romantik der damals beliebten Männerchor-Musik“ (Göll.-A. 2/1, S. 66). So erinnert der Beginn an Felix Mendelssohn Bartholdys Wer hat dich, du schöner Wald.
Aufführungen sind erst am 8.12.1925 durch den Wiener Schubertbund unter Viktor Keldorfer, der das Werk als Männerchor herausgab, 1926 in Oberösterreich und 1928 beim 10. Deutschen Sängerbundesfest in Wien durch die Liedertafel „Frohsinn“ sowie 1981 durch den Wiener Männergesang-Verein unter Xaver Meyer (* 1933) nachweisbar. Aus dem Jahr 1954 liegt ein Druck bei Robitschek vor (Louis Dité). Der Chorus Viennensis sang 1996 unter Guido Mancusi (* 1966) Sternschnuppen für die CD Musik, du himmlisches Gebilde! (ORF CD 73) ein.
Literatur
- Göll.-A.August Göllerich/Max Auer, Anton Bruckner. Ein Lebens- und Schaffensbild (Deutsche Musikbücherei 36–39). 4 Bde. (in 9 Teilbänden [1, 2/1–2, 3/1–2, 4/1–4]). Regensburg 1922–1937, unveränd. Nachdruck 1974 2/1, S. 65f.
- Robert Haas, Anton Bruckner (Die großen Meister der Musik). Potsdam 1934
- Othmar Wessely, Bruckners Mendelssohn-Kenntnis, in: Bruckner-Studien 1975Othmar Wessely (Hg.), Bruckner-Studien. Festgabe der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zum 150. Geburtstag von Anton Bruckner (Veröffentlichungen der Kommission für Musikforschung/Philosophisch-Historische Klasse 16). Wien 1975, S. 81–112
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