Trikolidis, Karolos (eigentl. Karl Kaspar)
* 24.7.1947 Bad Aussee, Steiermark/A, † 20.1.2022 Bad Aussee. Dirigent.
Sein Vater war Grieche, die Mutter Österreicherin. Studium an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg (Komposition, Violine, Schlagwerk); Dirigieren bei Hans Swarowsky und Miltiades Caridis (1923–1997), Meisterklassen bei Herbert von Karajan und Bruno Maderna (1920–1973).
Ab 1972 arbeitete Trikolidis als Kapellmeister an Opernhäusern in Deutschland und Ungarn und war ständiger Dirigent des Staatsorchesters Thessaloniki, ab 1995 auch des Staatsorchesters Athen. Seit 2013 Unterrichtstätigkeit an der Vienna International Opera Academy (VIOA). Er arbeitete mit 140 Orchestern weltweit und erhielt 2014 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.
Bruckner ist für Trikolidis ein Komponist, dessen Tonsprache ihn besonders berührt. Im Laufe seiner langen Karriere setzte er sich daher international für die Werke Bruckners ein. V. a. in Griechenland leitete er zahlreiche Erstaufführungen (1973 Neunte, 1974 Dritte, 1975 Fünfte, 1979 Zweite, 1980 Erste und Sechste, 1984 Siebente, 1995 Symphonie in d‑Moll, 2008 Achte [1. Fassung], 2010 Dritte [1. Fassung] usw.), aber auch in Istanbul (1982 Dritte; Türkei), Island (1986 Neunte und Te Deum) und Ecuador (2011 Vierte).
LITERATUR
- www.kleinezeitung.at/steiermark/steirerdestages/4767795/Steirer-des-Tages_Er-laesst-die-Alpen-erklingen [25.9.2019]
- https://en.wikipedia.org/wiki/Karolos_Trikolidis [25.9.2019]
- Mitt. Pantelis Kogiamis (2023)